Chorwanderung im April 2015

Mal auf anderen Wegen zum Hochbusch, das war die Absicht. So ist auch der Ausgangspunkt unserer Aprilwanderung etwas ungewöhnlich im Sebnitztal am Einkaufszentrum Netto/Tetac.
Nachdem wir ein Stück der Sebnitz gefolgt waren und der noch sichtbare Verlauf der alten Hohnsteiner Straße (für einige unbekannt) entdeckt wurde ging es am Ortsende in Richtung Süden zum Lehngut, einem der zwei ehemaligen größten Bauerngüter Amtshainersdorfs. Schade, daß der schöne Vierseitenhof nicht mehr genutzt wird und entsprechend seine Zukunftsaussicht ist.

Weiter auf unbekannten Waldwegen gewandert öffnete sich uns dann der Blick auf Lichtenhain aus WNW – auch mal ungewöhnlich - und ein wunderbares wetterklares, sonniges Panorama unserer Sächsischen Schweiz vom Zschand bis zum Lilienstein. Ein schöner Platz für einige Lieder.

Danach staunten viele, daß da bei Lichtenhain so viele Teiche in der Senke vor der ehem. Milchviehanlage sind. Die sieht man ja sonst von kaum einer Seite. Und diese Teiche sind auch der Grund für eine Investition von fast 1 Mill €. Hierhin zieht es jedes  Jahr hunderte Frösche zum Laichen. Daß das der Tatsache entspricht, davon konnten wir uns überzeugen. Es waren sicher schon einige Hundert dieser netten Tierchen hier. Nur eines wollte uns allen nicht so recht einleuchten: woher kommen sie? Als wir dann den Hang entlang zur Staatsstraße auf gut ausgebautem Wege hoch keuchten, konnte sich keiner mehr vorstellen, daß diese steilen Hänge auch von Fröschen bewältigt werden sollten. Runter vielleicht - aber hoch ?? Und vor allem: warum hoch zu den Wäldern am Hochbusch?? Dort ist es ja meist auch ganz schön trocken, also kaum das Terrain, das man sich für Frösche als Lebensraum vorstellt….
So haben wir dann auch noch die gewaltige Froschführungs- und –schutzanlage einschließlich der 17 Tunnel von unten, aus der Nähe und im Detail bestaunt und die Ausführung diskutiert.
Mittagsrast war am alten Lichtenhainer Sportplatz. Und zu guter letzt war auch unser Ziel, die Hochbuschkuppe erreicht. Besondere Überraschung: es gab Plinsen – die sagenhaften Hochbuschbuttermilchplinsen – aber diesmal aus dem Tiegel und dem Rucksack von Marianne. Die Geschichte darum, die Lokalität und die ehem. Bebauung erklärte Hermann anschaulich und er zeigte uns auch das Versteck des Geocachinpunktes.
Abgestiegen bequem über Sturms Weg fanden wir uns dann noch gemütlich bei den Organisatoren der Aprilwanderung im Hof bei Kaffee, Hopfenkaltschale und Allgäuer Kartoffelsuppe angenehm bewirtet. Wir dankten es mit lustigen Geschichten und einigen Liedern!

Im Fotoalbum "Bilder von Wanderungen des Bergsteigerchor Sebnitz e.V. im Jahr 2015" sind auch ein paar Bilder von dieser Wanderung zu finden.